Projekt Wandmalerei Augustastrasse Hagen 2019

Bild 1  Titel : Wo ist Heimat?

Der Sternenseher/in, auf der Suche nach Heimat, was bringt die Zukunft, was ist mir vorbestimmt?

In jedem von uns schlummert die Suche nach Geborgenheit nach Anerkennung  und angenommen werden. Die Sternschnuppe im Bild symbolisiert hier das Glück und das Fernrohr ist symbolisch für die Suche zu verstehen, aber auch für das Sehen und Hinsehen.  Das kleine Mädchen, welches  im Wald am Boden hockt und mit einen Geweih spielt  oder es arrangiert, ist ganz versunken im Tun, es sitzt ganz allein im Wald, als hätte jemand dieses Kind einfach vergessen. Es löst gefühlte Schutzbedürftigkeit aus. Steht  aber gleichzeitig dafür, dass jeder selbst erst in sich ruhen muss um Heimat zu finden. Bist du im Herzen zu Hause, ist überall Heimat. Jeder ist aufgefordert an sich selbst zu arbeiten. Jeder steht für sich allein im Leben und sollte Verantwortung für sein Handeln übernehmen, lernen sich selbst zu lieben, nur so ist er in Lage auch zu geben. Glück kommt nie von außen sondern von innen, ist unabhängig von anderen Personen. Den Sinn des Lebens kann sich  jeder selbst geben. Menschen die den Sinn im Sein für sich nicht finden, landen oft in der Selbstzerstörung. Dabei ist die Welt doch so wunderbar einzigartig.  Der Wald steht für Natur und Naturverbundenheit, die auch Heimat sein  kann.

 

Bild 2: Titel: Fernweh / Wo gehöre ich hin?

In diesem Bildabschnitt steht ein Mann, der aus dem Fenster, in die Ferne sieht.  Gerade angekommen, verweilend in Gedanken versunken. Er könnte ebenso am Bahnhof stehen und auf den nächsten Zug warten oder sein Koffer könnte zur Bedrohung werden.  Die Kleidung zeugt aus vergangener Zeit. Unsere Eltern / Großeltern, zum großen Teil  Kinder der Nachkriegszeit mussten flüchten, oder sind Vertriebene  und ausgebombt worden. Die Wunden dieser Zeit sind noch gar nicht verheilt und leben zum Teil immer noch in uns der zweiten Nachkriegsgeneration weiter, den Schmerz und Verlust haben unsere Eltern an uns, in DNA und Erziehungsstiel weitervererbt und  meldet sich in unseren seelischen Schmerzkörpern heute noch. So sind es heute die Männer  und Familien die Angehörige zurücklassen, ihr Land verlassen und in der Ferne  hoffen ihr Glück zu finden. 

So treffen in unserer heutigen Gesellschaft, Traumatisierte auf  traumatisierte  Nachkriegsgenerationen, die auf sich gestellt sind und sich nun gegenseitig  im Gehege dieser Zeit helfen und unterstützen sollen. Nur wie geht das ?

Die Bäume wachsen in dem Raum, die Natur ist eingeschlossen, kann sich nicht weiter entwickeln und doch erobert sich die Natur jenen urbanen Raum zurück. Es sind bizarre Bäume blau, ohne Blätter, die für den Wandel der Natur stehen.  Im Hintergrund füllen Bäume den Nebenraum, im Dickicht kann man sich schon mal verlaufen  oder sieht den Weg im dunklen Wald nicht mehr. Woher komme ich? Wohin gehe ich? War es in meiner  alten Heimat besser und was machen dort wohl meine Liebsten in den Wirren dieser Zeit?  Meine  Eltern mussten im zweiten Weltkrieg flüchten und auch ich, zwar nicht geflüchtet, bin als 20 jährige junge Frau mit einem Koffer und zwanzig  Mark in Altena am Bahnhof ausgestiegen und habe hier in NRW  Arbeit gesucht.

 

 

Bild 3  Titel: Meine Heimat/Veränderung

Hier ist das Meer, die Weite die Freiheit, die jeder  am Strand spüren kann. Das Rauschen, der Wind, die salzige Luft, verbinde ich als norddeutsches Deichkind und als Seefahrer/in  einer multikulturellen Schiffscrew mit Heimat und manchmal fehlt sie mir sehr. Auch ich wohne nun seit  1983 in NRW und auch das ist meine Heimat, die sich ständig verändert.

So schön das Bild auch ist, die Welle und  das Meer können  zur Bedrohung werden und  jederzeit Menschen verschlingen, das Risiko trägt jeder selbst , sobald er sich auf hohe See begibt und  niemand sollte für das Handeln anderer verantwortlich gemacht werden.

Die Stille ist vorbei, Menschen und fremde Sprachen füllen  die nächtlichen Straßen von Hagen  und erobern den Raum in dem ich lebe, ich versuche mich neu einzuleben, in die neue fremde Heimat/Stadt , die nun so sein soll und sehne mich nach Stille/Ordnung  und Beständigkeit, die mir Sicherheit vermittelt. Der Ort an dem ich mich nach langer Seefahrt  ausruhen und erholen konnte, ist nun unruhig und aufgewühlt.

So nimmt die Mutter  ihren Sohn  an die Hand und führt ihn den Strand entlang, wo sie wohl ankommen bleibt ungewiss. Wir kommen weit her liebes Kind und wir müssen weit gehen.

Andrea Zappe

Hagen , 03.07.2019

Geist an der Pforte 100 x 100 cm Öl auf Leinwand

Die in Norddeutschland geborene Künstlerin Andrea Zappe malt nicht was man vor sich sieht, sondern das, was Sie in sich sieht. Die Künstlerin führt die Malerei zurück auf die Grundelemente: Licht und Farbe. Bilder anzusehen sind wir gewöhnt, doch hier erlebt der Betrachter ein Erlebnis völlig anderer Art. Bereits bei dem ersten Blickkontakt vergisst der Betrachter seine Position des Beobachters. Er wird augenblicklich tief im inneren berührt und magisch in die Tiefe und Lichterfülle hinein – oder besser noch hinausgenommen. Gefangen nimmt auch das zentrale Licht, teils gebündelt und blendend, teils gestreut oder hindurchscheinend auf der Leinwand dargestellt. Die Farben blau und grün herrschen vor, das Hauptthema sind Landschaften, die Künstlerin präsentiert auch ihre Portraitarbeiten in feinster Lasurtechnik , in der Portraitarbeit geht es nicht darum ein Abbild zu schaffen sondern das Innere nach Außen zu kehren , den Menschen emotional aus der eignen Intuition zu sehen.

Kunstwissenschaftlicher Text über die Künstlerin Andrea Zappe von

Pro. Walter Israel /  Kunsthistoriker

Andrea Zappe eine intensive, aber immer vielseitige Künstlerperson.  Als Malerin,  Galeristin, Kuratorin, Kunstdozentin. Seit  Jahren  im Kunstgeschäft. Auch und gerade als Malerin. Immer als Herzensbasis, immer im Experiment. Sie stammt nicht zufällig aus einer Familie mit Maltradition. Hier  wird seit Generationen gemalt.

Andrea Zappe hat mehrere Malschulen durchlaufen. So mit bekannten Malgenies wie Prof. Ernst Fuchs, Bele Bachem  zusammengearbeitet. Hat ihre Vorbild-Malerei  erkundet, in Bildern Franz Radziwills, Frieda Kahlo, Salvador Dali, etwa. Die realen Naturbilder gleichen dem naiven Rousseau,  entspringen aber ihre eigenen Handschrift. Und natürlich ist sie in Theorie  und Praxis der aktuellen Kunstszene bewandert. Und natürlich schlagen bei ihren Bildern immer  wieder Horizonte, Farbenspiele, Raumweiten ihrer angestammten Heimat:  Meer; Landschaft, Atmosphäre  der Nordseeküste Frieslands, bildbestimmend durch. Krankheit mit Nah – Tod – Erfahrungen machen manches Bild der Andrea Zappe zu einem existenziellen Dokument.

Ein Bildszenario von Bild - Experimenten der Malerin Andrea Zappe aus den Jahrzehnten um 2000 präsentiert sich: Figurelles, Tier-Portrait, Küsten-Landschaft, Portraits, Zimmer – Interieurs, Nahtod-Visionen, Farb/Licht-Experimente, Landschaftsexperimente. Ein malerisches Experimental-Szenario mit figürlichem , Gegenständlichen, Landschaftlichem und nonfigurellen Farbflächen also. Andrea Zappe arbeitet experimentell und originell mit dem vielfach-Angebot der postmodernen Kunstszene: Malerei und  Photographie: Landschaft, Farbe und Licht. Ein experimentelles Vielfach – Angebot wie es  auch andere Grossmeister der Kunstszene, etwa Gerhardt Richter auf ihre Weise vorschlagen.

Was aber die  Arbeiten der Andrea Zappe originell und auffällig macht, ist die Dimensionierung.

Verschmelzung von Figur, Landschaft, Raum in eine fast magische Wirklichkeit, in einen Zwischen-Raum zwischen Diesseits und Jenseits, in eine  illusionäre Bildwelt mit Geheimnischarakter. Ob durch verstarrte Nah-Portraits, licht-verdämmtes Interieur, lichtdiffuse  oder  farbgleitende  Landschaften, die Bildinhalte der Andrea Zappe zeigen die Welt in einem anderen Licht, transzendieren sie in einen magischen Raum, in irdische Bildmethaphysik.

Nordlichter 29.07.2017 - 02.09.2017

 „Nordlichter“   

Andrea Zappe in der Galerie Muras & Partner.

Die Hagener  Künstlerin Andrea Zappe stellt in der Galerie Muras und Partner in Herdecke vom 29.07.2017 bis 02.September 2017 aus.

Zu sehen sind neue Papierarbeiten, Öl und Acrylarbeiten unter dem Titel: Nordlichter. Die in Norddeutschland geborgene Künstlerin  zeigt ihre Landschaftsbilder. Die Sehnsucht nach Heimat und Meeresrauschen, schlagen in ihren Bildern immer wieder durch.Manchmal herrscht eine befremdliche Ruhe, die von einer leisen, spürbaren Unruhe durchmischt ist. Nebelbänke verdichten sich, Wolkenfelder gleiten Tief und unerreichbar vorüber. In ihren Landschaften ereignen sich atmosphärische Begegnungen, kalte und warme Schichten treffen aufeinander und stilles Drama steht kurz bevor. Lautlos, schwerelos treiben die Farben vorüber. Andeutung der Horizontale. Eindrucksvolle Landschaften, in ihr berühren sich Seestück und Farbtafel, - zwischen Himmel und Meer, zwischen Abstraktion und Figuration.

Ausstellungseröffnung am 29.07.2017 um 19.00 Uhr , Hauptstrasse33, 58131 Herdecke.

Aqua submersus 03.04. - 14.05.2017 Ausstellung

Die Hagener Künstlerin Andrea Zappe präsentiert, ihre Meeresbilder. Der Titel der Ausstellung verrät die Maltechnik. Auqa submersus heißt übersetzt: ins Wasser getaucht.

Das Element Wasser war in der Kindheit Begleiter. Die Sehnsucht nach Heimat und  Meeresrauschen ist geblieben, so schlagen natürlich bei ihren Bildern immer  wieder Horizonte, Farbenspiele, Raumweiten ihrer angestammten Heimat Frieslands, bildbestimmend durch:  Meer; Landschaft, Atmosphäre  der Nordseeküste.  Landschaft und  Raum verschmelzen  in eine fast magische Wirklichkeit, in eine  illusionäre Bildwelt mit Geheimnischarakter, die Bildinhalte der Künstlerin Andrea Zappe zeigen die Welt in einem anderen Licht, transzendieren sie in einen magischen stillen Raum, in irdische Bildmethaphysik. Tauchen sie mit uns ein.

Öffnungszeiten: 10.00 bis 22.00Uhr im Ruheraum des Sauna und Wellnessbereiches.

Licht und Raum Ausstellung im Wirtschaftsprüfer Haus

 

 

Zwei Hagener Künstlerinnen stellen am  Freitag den 11.11.2016 um 19.00 Uhr im Wirtschaftsprüfer Haus ( Dr. Gabriele Fricke) aus. Die Berufskünstlerinnen  Andrea Zappe und Karin Plohmann zeigen,ca . 60 Werke, aus unterschiedlichen Schaffensperioden.

Andrea Zappe eine intensive, aber immer vielseitige Künstlerperson.  Als Malerin, Galeristin, Kuratorin und Kunstdozentin seit Jahren  im Kunstgeschäft, nicht nur in Hagen. Karin Plohmann, seit Jahrzehnten an der Seite , des Malers Uwe Nickel und unterstützende Kraft im Haus Busch.Karin Plohmann ist Künstlerin und nicht nur Muse, sie hat ihre eigene künstlerische  Handschrift mit Form und Farbe umzugehen. Die Künstlerinnen sind sehr gegensätzlich in ihrer Kunst , dies macht die Ausstellung  u.a. so spannend.

In den Bildern von Andrea Zappe schlagen immer wieder Horizonte, Farbenspiele, Raumweiten ihrer angestammten Heimat :  Meer; Landschaft, Atmosphäre  der Nordseeküste Frieslands, bildbestimmend durch. Was aber die Arbeiten der Andrea Zappe originell und auffällig macht, ist die Dimensionierung. Verschmelzung von Landschaft, Raum in eine fast magische Wirklichkeit, in einen Zwischen-Raum zwischen Diesseits und Jenseits, in eine illusionäre Bildwelt mit Geheimnischarakter. Ob durch licht-verdämmtes Interieur, lichtdiffuse oder farbgleitende Landschaften, die Bildinhalte der Andrea Zappe zeigen die Welt in einem anderen Licht, transzendieren sie in einen magischen Raum, in irdische Bildmethaphysik. ( Auszug, Kunstwissenschaftlicher Text, Prof. W. Israel )

Die Motivation der gebürtigen Hagener Künstlerin Karin Plohmann sind  Experiment mit Farben und Formen, wobei sie inhaltlich eine Geschichte aus ihrem  Erlebnisbereich versucht zu plazieren. Ihre Bilder entstehen aus  ihrer Lebensfreude und positivem Gedankengut  heraus. Es ist der Reiz der Spannung und die immer neue Suche  nach Formen und Farbspannungen. Die zahlreichen Ausstellungen in Hagen zeugen von ihrem malerischen Fleiß. Die Eröffnungsrede auf  der Vernissage halten die beide Künstlerinnen selbst, sie werde nicht nur über ihre Kunst reden, sondern auch darüber wie es ist als Künstlerin in Hagen zu leben und zu arbeiten. Info unter:  www.atelier-andreazappe.de, Vernissage: Wirtschaftsprüfer – Haus, Pettenkoferstraße 19, 58097 Hagen, Vernissage um 19.00 Uhr, Freitag den, 11.11.2016, wir freuen uns auf ihren Besuch. 

 

 

 

Tag des offenen Ateliers, Andrea Zappe 09.04.2016

Ausstellung Andrea Zappe im Karl Ernst Osthaus Museum Hagen vom 10.08.- 06.10.2013

 

Die Künstlerin Andrea Zappe führt ihre Malerei zurück auf die Grundelemente Licht, Farbe u. Raum. Ihre Bilder sind Ruhepole, verbreiten meditative Stimmung, die Natur findet sich verschlüsselt wieder. Prägend für ihre Ausbildung war u.a Prof. Ernst Fuchs. Die erlernte Öl-Lasurmalerei ermöglicht es ihr auch fotorealistische Arbeiten zu erstellen.

Verschlossen, 100 x 140 cm, Öl auf Leinwand 2011 Künstlerin: Andrea Zappe

Die in Norddeutschland geborene Künstlerin Andrea Zappe malt nicht was man vor sich sieht, sondern das, was Sie in sich sieht. Die Künstlerin führt die Malerei zurück auf die Grundelemente: Licht und Farbe. Bilder anzusehen sind wir gewöhnt, doch hier erlebt der Betrachter ein Erlebnis völlig anderer Art. Bereits bei dem ersten Blickkontakt vergisst der Betrachter seine Position des Beobachters. Er wird augenblicklich tief im inneren berührt und magisch in die Tiefe und Lichterfülle hinein – oder besser noch hinausgenommen. Gefangen nimmt auch das zentrale Licht, teils gebündelt und blendend, teils gestreut oder hindurchscheinend auf der Leinwand dargestellt. Die Farben blau und grün herrschen vor, das Hauptthema sind Landschaften, die Künstlerin präsentiert auch ihre Portraitarbeiten in feinster Lasurtechnik , in der Portraitarbeit geht es nicht darum ein Abbild zu schaffen sondern das Innere nach Außen zu kehren , den Menschen emotional aus der eignen Intuition zu sehen.